Rosi, eine 7 Jährige Stute die vor ein paar Wochen zu uns auf den Hof gekommen ist, hatte vor einiger Zeit eine Sehnenentzündung am linken vorderen Bein und wurde daran operiert.
Um den Heilungsprozess besser zu unterstützen behandle ich die Stute 1 mal täglich mit einer Magnetfelddecke. Der Applikator der Magnetfelddecke hat 4 verschiedene Programme:
- Programm 1
Entzündungshemmend, schmerzlindernd, Wundheilung und akute Erkrankungen (u.a. Gelenke/Sehnen)
- Programm 2
Energieaufbau, leistungssteigernd, chronische Erkrankungen
(u.a. Gelenke/Sehnen)
- Programm 3
Regeneration von Knochen, Knorpel und Sehnen muskelentspannend
- Programm 4
Allgemeine Prophylaxe, Immunsystem stimulierend, Atemwegserkrankung, Allergien, Stoffwechsel
Als ich die Therapie bei der Stute angefangen habe, habe ich zuerst Programm 1 und 3 gewählt. Das ging dann so 10 Tage mit den beiden Programmen. Mittlerweile wähle ich Programm 2 und 3 – das mache ich dann die nächsten Wochen weiter bis wir die Stute dann besamen.
Von da an sollte/darf man die Magnetfelddecke nicht mehr auflegen da das die Trächtigkeit der Stute gefährdet.
Generell muss man sagen, dass so eine Magnetfelddecke die Heilung deutlich unterstützt und wirklich gut funktioniert.
Heute hatte ich ein kleines Fotoshooting mit unserem Shetty-Animierhengst Idefix bei dem er einige der Kunststücken gezeigt hat, die ich ihm in meiner Zeit hier schon beigebracht habe.
Hinlegen, steigen und auf das Treppchen rauf gehen haben wir in Bildern festgehalten…
Und zum Schluss haben wir noch ein paar Spaßbilder gemacht die ich bald hier veröffentliche
Heute sind wir mal die Pferdepässe durchgegangen und haben kontrolliert, wann die nächsten Impfungen wieder dran sind…
In diesem Zusammenhang haben wir einmal für mich zusammen gestellt wann und in welchen Abständen geimpft werden muss — und das kam dann am Ende bei raus
Tetanus
Grundimmunisierung:
- - 1. Impfung frühestens im 6 Lebensmonat
- - 2. Impfung nach 4-8 Wochen
- - 3. Impfung nach 1 Jahr
- Wiederholungsimpfung alle 2 Jahre
Influenza
Grundimmunisierung:
- - 1. Impfung frühestens im 6 Lebensmonat
- - 2. Impfung nach 4-8 Monaten
- - 3. Impfung nach 1 Jahr
- Wiederholungsimpfung für Turnierpferde alle 6 Monate und für Zuchtstuten alle 9-12 Monate
Herpes
Grundimmunisierung:
- - 1. Impfung frühestens im 6 Lebensmonat
- - 2. Impfung nach 4-8 Wochen
- - 3. Impfung nach 1 Jahr
- Wiederholungsimpfung nach 6 Monaten
Ab dem dritten Trächtigkeitsmonat beim Pferd kann man das erste Mal die Tritte des ungeborenen Fohlens am Bauch der Stute fühlen. Wenn man die Hand an den Bauch der Stute hält und dabei leicht an den Bauch klopft, so werden Schallwellen erzeugt die das Fohlen hören kann und dann meist eine Gegenreaktion zeigt in dem es tritt oder sich auch nur bewegt.
Ricarda, die Stall Besitzerin vom Hof auf dem ich mein Praktikum mache, hatte mir dabei erzählt, dass es Züchter gibt, die eine andere Methode hatten um zu wissen ob die Stute tragend war als es noch kein Ultraschall gab:
die Züchter früher haben der tragenden Stute 1 Tag nicht zu trinken geben und der Stute dann einen Tag später eiskaltes Wasser zum trinken vorgesetzt.
Dadurch haben sich die inneren Organe rund um die Gebärmutter abgekühlt und sich dadurch dann das Fohlen im Mutterleib bewegt…
Da ist die Methode heute schon viel besser!!
Da ich ja noch Vieles neu für mich ist im Bereich Zucht und Haltung und ich natürlich auch möglichst viele Dinge lernen möchte, sind Ricarda und ich mal durchgegangen, welche Pferde man mit Trakehnern kreuzen um auch einen Trakehner-Brand für das Fohlen zu erhalten:
Trakehner:
- Trakehner
- Englische xx
- Arabische-Volblütter (OX)
- Shagya
- Anglo-Arabar
Vor einigen Wochen fing ich an mit Tanzmaid, einer tragenden Stute (16 Jährig) an zu arbeiten.
Vor ihrem Leben als Zuchtstute auf dem Hof ist sie bis zur Klasse M und S gesprungen –nur leider hatte sie eine Sehnenverletzung (die jetzt aber wieder verheilt ist) und wurde aus dem Reitsport raus genommen und als Zuchtstute verkauft.
Seit gut 4 Jahren hat sie also nichts mehr „gemacht“ also hieß es für mich erst noch mal ganz von vorne bei der Arbeit mit Ihr anzufangen um zu gucken, was sie noch kann und wie sie reagiert wenn sie einen Sattel und eine Trense drauf bekommt.
Dies machte ihr allerdings glücklicherweise nichts aus.
Tanzmaid ist eine sehr unsicher Stute, die sich bei kleinen Dingen die z.B. geraschelt haben sehr schnell aufgeregt hat – also fing ich als Erstes mit Vertrauensaufbau und Desensibilisierungsarbeit an.
Das hat dann nach einer Weile auch alles gut funktioniert man merkte der Stute bei der Arbeit an, dass sie mehr Selbstbewusstsein aufgebaut hat und sich nicht für jede kleine Sache aufgeregt hat.
Als also vom Boden aus alles geklappt hat wollte ich den nächsten Schritt wagen und mich auf sie drauf zusetzen.
Aber das ging total in die Hose!
Ich wollte mit einer Aufstiegshilfe auf sie aufsteigen um ihren Rücken nicht zu sehr zu belasten — da sie auch noch tragend ist. Als ich auf die Aufstiegshilfe aufstieg schaute sie schon sehr nervös und als ich dann mein Bein hob ist sie so panisch geworden und einfach los gerannt …
Dies versuchte ich dann noch ein paar Mal, aber sie lies mich einfach nicht aufsitzen.
Zwei Tage später übte ich dann erst mal, dass die Stute neben der Aufstiegshilfe einfach ruhig stehen sollte. Am Anfang machte sie noch größere Aufstände aber ein paar Tage später stand sie wie eine 1 an der Aufstiegshilfe und ich konnte mich auch schon über ihren Rücken legen, so dass sie nicht wie am Anfang weglaufen wollte…
In den nächsten Tagen werde ich noch mal versuchen auf sie drauf zusteigen und bin mir sicher, dass es diesmal nicht so in die Hose geht.
Eine der Zuchtstuten, die Showstar x Ehrentusch Stute Sunshine hat vor 2 Wochen Mauke entwickelt.
Mauke beim Pferd kann viele Ursachen haben:
- Parasiten: dann werden alle betroffenen Stellen in einem Abstand von 8 Tagen mit Sebacil gewaschen, dass hilft z.B gegen Stroh- oder Grassmilben.
- Bakterien: durch jede Verletzung an der Haut dringen immer Bakterien ein, die zu Eiterung der Haut führen können.
In einem solchen Fall spritz der Tierarzt Penicillin oder Antibiotikum – beides Medikamente die gegen Bakterien wirken.
Außerdem hilft es Socatyl oder Purivet Lokal auf die Haut auftragen.
Es ist wichtig das betroffene Bein und den allgemeinen Zustand des Pferdes im Auge zu behalten und die Temperatur immer wieder (am Besten 3-mal täglich zu messen – gerade bei tragenden Stuten).
Man wendet auch einen Zink-Lein Verband an, um die Wunde geschmeidig und weich zu halten.
Wir haben bei Sunshine auch einen Rivanol Verband gemacht — dies wirkt auf die Wunde desinfizierend. Durch das desinfizieren werden die Krusten eingeweicht und sie können von selbst abfallen.
Auf den Verdacht von Bakterien hatte der Tierarzt Penicillin gespritzt — leider ist dadurch alles schlimmer geworden.
Der Tierarzt hatte die Vermutung, dass die Mauke ein Pilz ist der sich von Penicillin ernährt.
Daher wurde Penicillin nicht mehr weiter gespritzt und ein anderes Antibiotikum gespritzt.
Das Pensionsfohlen Charlene ist nun 5 Monate alt und seit kurzem bei uns auf dem Hof.
Es hat am linken und am rechten Huf eine Bockhufstellung.
Da wir regelmäßig die Hufe alle Pferde kontrollieren werden wir nun an den Trachten 1-2 mm abraspeln. Dadurch wollen wir versuchen die Bockhufstellung zu verbessern und eine Hufoperation zu vermeiden.
Wir müssen das auf jeden Fall bis zum 8ten Lebensmonat des Fohlens überwachen — wenn sich bis dahin keine Verbesserung durch das Abraspeln zeigt muss die Besitzerin sich überlegen, ob man das Fohlen nicht doch operieren sollte.
Wir sind aber guten Mutes, dass wir das bis dahin in den Griff bekommen!
Heute habe ich einen 2,5 Jährigen Haflinger auf dem großen Platz longiert.
Da er es nur kennt mit einer Anlehnung z.B in einem Roundpen zu laufen, habe ich den großen Reitplatz mit einem Band abgetrennt und zusätzlich noch 4 Stangen auf dem Boden in die Mitte des Platzes gelegt. So sollte der Haflinger eine bessere Anlehnung erhalten.
Als ich ihn dann auf der rechten Hand longiert habe, hat er immer wieder versucht sich auf die linke Hand abzuwenden.
Um das zu verhindern habe ich die Gerte zwischen Schulter und Kruppe angesetzt damit er im inneren Bereich der Longe auch eine kleine Hilfe zur Anlehnung hat.
In nächster Zeit werde ich ihn sicherlich noch häufiger longieren – mal schauen wie sich das mit der Anlehnung so entwickelt…